Liebe Mitglieder der angeschlossenen Vereine,

im 2. Halbjahr 2019 haben wir, die ATWV Dortmund, wieder interessante Veranstaltungen durchgeführt.

Am 17. September fand die Begegnung mit der Vereinigung freischaffender Architekten Deutschlands (VfA) im Baukunstarchiv Dortmund statt. Nach der Begrüßung der Teilnehmer erfolgte die Vorstellung des Verbands durch Herrn Dipl.-Ing. Jürgen Lintner. Bei dem sich anschließenden Vortrag „Vom Museum am Ostwall zum Baukunstarchiv – Die Umbaugeschichte“ durch Herrn Prof. Michael Schwarz wurde den Teilnehmern die wechselvolle Geschichte des Gebäudes erläutert.
Nach Errichtung des Gebäudes im 19. Jahrhundert befand sich hier das Landesoberbergamt. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde auf Basis der vorhandenen Gebäudereste ein Museumsneubau errichtet und 1947 als „Museum am Ostwall“ weitergeführt. Mit den seit Januar 2017 begonnenen Arbeiten zur Umgestaltung des geschichtsträchtigen Gebäudes entstand eine gelungene Symbiose aus der vorhandenen Bausubstanz mit neuen Baustoffen und Baumaterialien. Die Modernisierung wurde im Frühjahr 2018 planmäßig abgeschlossen. Die Kosten des Umbaus blieben im Rahmen der geplanten 3,5 Mio. €, von denen das Land 80% und die Stadt sowie die Förderer jeweils 10% übernahmen.
Bei dem anschließenden Rundgang durch die Hallen des Baukunstarchivs unter Führung von Herrn Dipl.-Ing. Christos Stremmenos konnten wir die Schätze des Archivs besichtigen. Der älteste Nachlass ist von 1890. Mittlerweile sind ca. 90 Vor- und Nachlässe von bedeutenden Architekten eingegangen.
Die Teilnehmer konnten sich ein Bild machen, wie Bauwerke geplant, entworfen und gestaltet werden. Mit den unterschiedlichsten Medien (Pläne, Akten, Korrespondenz, Modelle, Fotografien, Bücher, Zeichnungen) wurde uns die Vielfalt der Arbeiten erlebbar gemacht. Eine besondere Herausforderung stellt nach erfolgter Sichtung der eingegangenen Bestände die Überführung in eine einheitliche Ablagestruktur dar, da jeder Architekt sein eigenes Ordnungssystem hatte.
Die präsentierten Gegenstände machen deutlich, dass das Besondere am Beruf des Architekten in der Kombination aus künstlerischer Kreativität und fundiertem Ingenieurwissen liegt.

Ein weiterer Höhepunkt war die ATWV-On-Tour vom 21. bis 23. September nach Köln und Aachen. Die Fahrt mit dem Reisebus führte uns zuerst in die rheinische Braunkohlenregion.
In dem Einführungsvortrag erhielten die Teilnehmer alles Wissenswertes über die Förderung, Verstromung und zukünftige Ausrichtung des Energieversorgers. Daran schloss sich die Fahrt mit dem Bus durch den Tagebau Garzweiler an. In einer Fläche von ca. 25-30 qkm wird zeitgleich mit Schaufelradbaggern die Braunkohle mit Abraum gefördert, Bandanlagen transportieren die Massen. Absetzer verfüllen die ausgekohlten Teile und bereiten damit die Wiedernutzbarmachung vor. Für die Rekultivierung schütten die Absetzer Löss als oberste neue Erdschicht an. Nach Verlassen des Tagebaus fuhren wir durch eine renaturierte Fläche und einen Umsiedlungsort. Eine landwirtschaftliche Nutzung ist nach ca. 7 Jahren, eine neue Bebauung nach ca. 18 Jahren möglich.

Schaufelradbagger im Tagebau Garzweiler bei der Arbeit

 

Weiter führte uns die Reise zu Schloss Paffendorf, wo der der RWE-Konzern ein Informationszentrum eingerichtet hat. Die Ausstellung informiert über die Technik und die Umwelteinwirkung der rheinischen Braunkohle und zeigt archäologische Funde aus dem Braunkohlerevier.
Am Nachmittag folgte unter fachkundiger Führung ein Rundgang durch den historischen Ortsteil Alt-Kaster. Ein Kleinod, das in seiner Ursprünglichkeit als mittelalterliche Stadt erhalten geblieben ist.
Am nächsten Tag besuchten wir die MMC TV- und Filmstudios. Bei einer Führung über das Gelände besichtigten die Teilnehmer die Grundausstattung der Studios, verschiedene Setbauten und Außenkulissen, den Maskenraum und das Green-Screen-Studio.

Es folgte ein Altstadtrundgang in Köln durch das Martinsviertel, ein Altstadtviertel mit einer einzigartigen Mischung aus Restaurants, Geschäften, Brauhäusern und Plätzen, entlang dem Rheinboulevard und über den Heumarkt. Den Abschluss bildete die Führung durch den Kölner Dom, dem Wahrzeichen der Stadt.
Die Tagestour endete mit einer Schifffahrt auf dem Rhein.
Am letzten Tag besuchten wir die e.GO Mobile AG, ein Start-Up für Elektroautos von der RWTH Aachen. Im Showroom erhielten wir Einblicke in die Fahrzeugkonzepte, die Produktionsmethoden und die Mobilitätsvisionen. Bei der anschließenden Besichtigung der Anlauffabrik konnten wir uns die neueste Entwicklung in der Mobilitätsforschung ansehen.

 

Besuch bei der e.GO Mobile AG

 

Am Nachmittag schloss sich eine Altstadtführung durch das historische Aachen an. Der Weg führte uns durch enge Gassen, zu historischen Plätzen, Brunnen und alten Bürgerhäusern. Weiterhin besichtigten wir den Aachener Dom, ein Weltkulturerbe, der mit seiner Architektur und Ausstattung sein glanzvolles Inneres erstrahlen lässt.
Bei einer Führung in der Printenbäckerei Klein erfuhren die Teilnehmer alles über die berühmte Aachener Spezialität.

 

Führung durch die Printenbäckerei Klein

 

Vor Antritt der Rückreise konnten wir in einem Aachener Cafe-Haus bei Kaffee und Kuchen die gewonnenen Reiseeindrücke Revue passieren lassen.

Allen Beteiligten sage ich an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank für ihr Engagement.

Lieber Mitglieder, mit Blick auf das kommende Halbjahr haben wir folgende Veranstaltungen geplant:

Zunächst findet am 17. März 2020 die Begegnung mit dem Verein der Freunde und Förderer der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (:dasa) statt.

Des Weiteren haben wir für den 23. und 28 April 2020 das ATWV-Frühjahrsforum unter dem Titel „Dortmunder Hafen heute und morgen“ geplant.

Näheres zu diesen Veranstaltungen finden Sie im Heft.

Für die anstehenden Festtage und den Jahreswechsel wünsche ich Ihnen eine besinnliche Zeit im Kreise lieber Menschen. Gesundheit, Glück und persönliche Zufriedenheit sollen Sie durch das Jahr 2020 begleiten.

Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen bei unseren nächsten Veranstaltungen.


Ihr Dietmar Vogt
Erster Vorsitzender

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